Stipendien

Eines der wichtigsten Anliegen der Richard Wagner Verbände, das noch auf eine Initiative Richard Wagners selbst zurückgeht, ist das Stipendiatenwesen bzw. die Stipendienstiftung. Alljährlich weilen ca. 250 Stipendiaten aus über 30 Ländern auf Kosten der Wagnerverbände bei den Bayreuther Festspielen.

Als Mitglieder unseres Verbandes sind u.a. Sie es, die dies mit ihren Beiträgen und Spenden erst ermöglichen. Dafür möchte sich der Vorstand unseres Verbandes im Namen der Künstler wiederum recht herzlich bedanken.

Am 28. Mai 1882 richtete Wagner an einen Verehrer in Worms, Friedrich von Schoen, einen Brief, der seltsam berührt. Die Aufführungen des „Parsifal“ müssen wohl, so schreibt Wagner, „da es einmal nicht anders auszuführen war, weiter für das zahlende Publikum bestimmt bleiben.“ Und er fährt fort: „Sehr jedoch in meinem Sinne wäre es, wenn Sie, werther Freund… eine Stiftung in das Leben riefen, welche Unbemittelten es ermöglichte, den Aufführungen beizuwohnen.“ Damit würden Sie „in gewissem Sinne meinen allerersten Gedanken erfüllen.“

Dieser Brief bedeutete die Geburt der Richard Wagner Stipendienstiftung. Nach dem finanziellen Debakel der ersten Bayreuther Festspiele 1876 trug Schoen als einziger mit einer großen Spende zur Abdeckung des Defizits bei. Wagner dankte ihm damals: „Ich war in dem Wahn, es könne in Deutschland dreihundert Männer geben wie Sie. Vorläufig sind Sie der Einzige.“

Im Sommer 1882 kam Friedrich von Schoen nach Bayreuth, wo die von ihm inzwischen ausgearbeitete Satzung der Stiftung gebilligt wurde – und auch der Name, den Schoen ihr gab: „Richard Wagner Stipendienstiftung“. In einem Brief schreibt Wagner:

„Am meisten Gutes erwarte ich mir von der Stipendienstiftung. Sie wird die eigentliche Wohltäterin sein, und mit allen Kräften werde ich sie unterstützen.“

Voraussetzungen für die Stipendiaten

Der Richard Wagner Verband München e.V. will in Zusammenarbeit mit der Stipendienstiftung Bayreuth der Förderung und Vertiefung des Bayreuther Festspielgedankens dienen. Zur Verwirklichung dieses Zwecks ermöglichen wir begabten angehenden Sängern, Musikern oder anderen Bühnenschaffenden den Besuch mehrerer Aufführungen der Bayreuther Festspiele inkl. eines reichhaltigen Rahmenprogrammes. Bei der Auswahl der Stipendiaten spielt es auch eine Rolle, ob für diejenige/derjenige die Perspektive vorhanden ist, später einmal selbst im Festspielhaus auf der Bühne zu stehen bzw. im Graben mitzuwirken.

Der Nachweis der Begabung ist durch eine Stellungnahme des Theaters, der Hochschule, der Akademie, der Schule usw. zu erbringen. Die Bewerber sollen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein. Das Stipendium kann grundsätzlich nur einmal zuerkannt werden.

Idealerweise lebt oder studiert der Kandidat / die Kandidatin im Raum Süddeutschland/München und ist interessiert an Werk und Leben Richard Wagners. Die Entscheidung wird von unserer Stipendiatenbetreuerin Monika Weber (zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied) getroffen.

Natalya Boeva Natalya Boeva, Mezzosopran: Natalya Boeva kommt aus St. Petersburg in Russland und hat am dortigen Staatlichen Rimskij-Korsakov-Konservatorium und an der EKIDA-Universität bereits einen Bachelor in Chorleitung sowie einen Bachelor in Gesang absolviert. Schon während der Ausbildung zur Chorleiterin war die Mezzosopranistin als Konzertsängerin tätig und hat in zahlreichen Oratorien und Liederabenden mitgewirkt. Gleichzeitig debütierte sie am Operntheater des Rimskij-Korsakov Konservatoriums als Dorabella in Mozarts „Cosi fan tutte“. Nach ihrem Bachelor-Abschluss hatte die junge Sängerin die Möglichkeit am Staatlichen Musiktheater „Zazerkalie“ in St. Petersburg große und kleinere Opernrollen zu verkörpern, darunter Angelina und Isabella von Rossini, sowie Noahs Frau von B. Britten. Im März 2016 gab Natalya Boeva am Theater der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg ihr Debüt als Judith in Belá Bartoks „Herzog Blaubarts Burg“. Sie ist zudem 1. Preisträgerin des Internationalen „Pancho Wladigerov- Kammermusikwettbewerbs“ in Schumen, Bulgarien. Die Mezzosopranistin besuchte Meisterkurse bei Johannes von Duisburg in St. Petersburg und Alberto Zedda in Pesaro, Italien. Seit Oktober 2016 studiert die junge Sängerin an der Theaterakademie August Everding im Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang und in der Gesangsklasse von KS Prof. Christiane Iven. Im Juli 2017 erhielt Natalya Boeva den Richard-Wagner-Preis Leipzig in der Kategorie Nachwuchs sowie das Stipendium des Deutschen Bühnenvereins Bayern.

Gromes und Riem Raphaela Gromes, Cello: Bereits als Vierjährige hat Raphaela Gromes mit dem Cellospiel begonnen und konnte im Alter von sieben Jahren mit ihren Eltern, beide Cellisten, erste Bühnenerfahrung sammeln. Ihr Debüt als Solistin erfolgte mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda im Herbst 2005. Sie begann ihr Studium mit 14 Jahren als Jungstudentin an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig bei Peter Bruns und setzte es 2010 bei Wen-Sinn Yang in München und später bei Reinhard Latzko in Wien fort. Raphaela Gromes war bereits zu Gast bei zahlreichen Festivals. Neben ihren Auftritten als Solistin widmet sie sich vor allem der Kammermusik. Mit ihrem festen Duo-Partner, dem Pianisten Julian Riem, konzertiert sie regelmäßig im In – und Ausland. Nach einer ersten Einspielung bei Farao Classics im Jahr 2014 mit ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem ist Raphaela Gromes seit 2016 Exklusivkünstlerin bei SONY. Ihre erste SONY-CD widmete sie spätromantischen Werken. Raphaela Gromes wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt sie das Stipendium der Hans und Eugenia Jütting Stiftung Stendal. 2016 erhielt sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Cello solo und wurde vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl junger Solisten aufgenommen.

Julian Riem, Klavier: Der Münchner Pianist Julian Riem studierte bei Michael Schäfer an der Musikhochschule in München und bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur in Paris. Zuletzt setzte er sein Studium in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Basler Musikakademie fort, an der er das Solistendiplom mit Auszeichnung erhielt. Schon früh von Béroff als einer der „vielversprechendsten Pianisten seiner Generation“ erklärt, gewann er internationale Klavierwettbewerbe in Modena, Madrid sowie Premio Gui in Florenz und war Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertiert er regelmäßig in Europa, Japan und den USA. Er spielt im Velit Quartett und im Münchner Horntrio. Mit der Cellistin Raphaela Gromes bildet er ein festes Duo, dessen CD - Einspielung bei Sony classical erscheinen wird. Das CD-Programm wird in der Saison 17/18 unter anderem in der Tonhalle Zürich, der Allerheiligen Hofkirche München, dem Concertgebouw Amsterdam, im Konzerthaus Berlin, der Laiszhalle Hamburg und dem Wiener Konzertverein vorgestellt. Auftritte bei zahlreichen internationalen Festivals, u.a. dem Klavierfestival Liszt-en-Provence. Julian Riem ist ehemaliger Stipendiat des Richard Wagner Verbandes München.

Stephanie Margarethe Richter Stephanie Margarethe Richter, Sopran: Förderpreisträgerin des Kulturkreises Freyung-Grafenau 2015. Mehrere Jahre Mitglied im dortigen Gospelchor unter der Leitung von Walter Bauer. Akkordeonunterricht bei Walter Bauer. Seit 2008 regelmäßige Teilnahme an Kursen des Musikforum Freyung. Seit 2013 Gesangsschülerin von Barbara Hesse-Bachmaier. Gecoacht von Barry Hanner. Zusammenarbeit mit diversen Regisseuren, Korrepetitions-unterricht bei der Pianistin Anke Eva Blumenthal. Mitwirkung in verschiedenen, teils szenischen Konzerten (von Solo bis Quartettbesetzung) in Deutschland und England. Seit 2014 verschiedene Hauptrollen in der Freyunger Opernwerkstatt u.a. als „Carmen“.

Galeano Salas Galeano Salas, Tenor: Der mexikanisch-amerikanische Tenor studierte Gesang an der University of Houston, bevor er an die Yale University in Connecticut wechselte und sein künstlerisches Diplom an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia bei William Stone erwarb. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper in München. Hier debütierte er als Arturo („Lucia di Lammermoor“) und Gastone („La traviata“). Zudem ist er in den Neuproduktionen „Semiramide“, „Die Gezeichneten“ und „Les Vêpres siciliennes“ zu hören. Jüngste Engagements umfassen u. a. die Partie des Italienischen Sängers in Richard Strauss „Capriccio“ an der Santa Fe Opera und Il Duca di Mantua („Rigoletto“) in einer konzertanten Aufführung in der Merkin Concert Hall, New York. Sein Repertoire umfasst außerdem die Partien des Rodolfo („La bohème“), Alfredo („La traviata“), Ferrando („Così fan tutte“), Vaudemont („Iolanta“) und Tebaldo („I Capuleti e i Montecchi“). Auf der Konzertbühne war der junge Tenor bisher u. a. in Mozarts „Requiem“, Händels „Messias“, sowie in der 9. Sinfonie von Beethoven zu hören. Galeano Salas ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, darunter der Gerda Lissner Foundation International Voice Competition, der Young Texas Artists Music Competition und der American Prize Competition.

Anna-Katharina Tonauer Anna-Katharina Tonauer, Mezzosopran: Die österreichische Mezzosopranistin Anna-Katharina Tonauer begann ihre Gesangsausbildung an der Musikschule Innsbruck bei Matthias Drievko. 2015 schloss sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei KS Gabriele Fontana und Karlheinz Hanser mit Auszeichnung ab. Wegweisende Impulse erhielt sie bei Meisterkursen u. a. von Brigitte Fassbaender, Anne Sofie von Otter, Helmut Deutsch und Leopold Spitzer. Erste Opernerfahrung sammelte Anna-Katharina Tonauer bei den Schlossfestspielen Langenlois als Haiderl in „Das Dreimäderlhaus“ sowie beim Festivalsommer „Opera“ in Jennersdorf als Zweite Dame in „Die Zauberflöte“ und Hänsel in „Hänsel und Gretel“. Bei der isaOpera Vienna gestaltete die Mezzosopranistin die Rolle des Cherubino („Le nozze di Figaro“) und die Rolle der Dorabella („Così fan tutte“). 2014 erhielt sie den 1. Preis bei Musica Juventutis und war in Folge dessen mit einem Lied-Programm im Wiener Konzerthaus zu hören. 2015 gewann sie den 3. Internationalen Otto-Edelmann-Gesangswettbewerb Wien. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist sie Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz, wo sie u. a. als Lucy („Die Dreigroschenoper“), Dorabella („Così fan tutte“) und die Junge Frau in der Uraufführung von Thomas Morse „Frau Schindler“ zu sehen war. In der Spielzeit 2017/18 übernimmt sie die Rollen der Angelina sowie Tisbe („La Cenerentola“), der Nanette („Der Wildschütz“), der Ino („Semele“) und wird erneut als Zweite Dame („Die Zauberflöte“) als auch als Hänsel („Hänsel und Gretel“) zu erleben sein.

Dorothee Koch Dorothee Koch, Sopran: geboren in Bad Kissingen, erhielt 2011 ihr Diplom im Fach Operngesang an der Hochschule für Musik in Nürnberg, wo sie in der Gesangsklasse von Prof. Fenna Kügel-Seifried studierte. Anschließend studierte Dorothee Koch von 2011 bis 2013 an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding ebenfalls in der Gesangsklasse bei Prof. Fenna Kügel-Seifried sowie in der Liedklasse bei Tobias Truninger, wo sie ihre Ausbildung im Sommer sehr erfolgreich mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Meisterkurse bei Hansjörg Albrecht, Frieder Bernius, Rudolf Jansen, Helmut Deutsch, Brigitte Fassbaender, Rudolf Piernay, Udo Reinemann, Eytan Pessen und Montserrat Caballé. Als Solo-Ensemblemitglied am Theater Hof war Dorothee Koch in der Spielzeit 2015/16 u.a. als Marie in Wozzeck, Lisa in Land des Lächelns und als Violetta in La Traviata zu erleben. Mit der Opera Incognita war sie in München bisher „Rosalinde“ und „Mimi“. Im November 2012 feierte sie einen großen Erfolg mit der Hauptrolle der Rosine aus Le Bal von Oscar Strasnoy unter Leitung von Ulf Schirmer zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Elisabeth Löffler Elisabeth Löffler, Chorleiterin: erhielt ab 09/2009 Klavierunterricht und war mehrfach Preisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Nach dem Abitur studierte sie Schulmusik und parallel dazu Klavier sowie Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater München. Teilnahme an einer Masterclass von Michael Procter in Venedig mit Schwerpunkt Musik von Giovanni Croce. 2015 schloss sie ihr Masterstudium im Fach Chordirigieren ab. Konzertreisen führten sie u.a. in die USA, nach Argentinien, Italien und China. An der HfMuT München übernahm sie Einstudierungen beim Hochschulchor und beim Madrigalchor, zudem war sie als Korrepetitorin für Instrumentalmusik und Ballett tätig. Seit 2015 Lehrauftrag für Chorleitung an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Dirigat von Mendelssohns „Paulus“; Hochschulchor und Madrigalchor der HfMuT München.

Ludwig Obst Ludwig Obst, Bariton: Ludwig begann seine musikalische Ausbildung beim Tölzer Knabenchor, wo er als Schüler von Prof. Gerhard Schmidt-Gaden erste solistische Erfahrungen u. a an der Deutschen Oper Berlin, an der Bayerischen Staatsoper sammelte. Außerdem sang er verschiedene Knaben-Partien u. a. beim Klang&Raum Festival Irsee, dem Bachfest Leipzig und dem Boston Early Music Festival sowie Bernsteins Chistester Psalms auf einer Welt-Tournee. Nach dem Stimmbruch erhielt Ludwig Obst wieder Gesangsunterricht bei Prof. Schmidt-Gaden. 2010 gab er zusammen mit dem Pianisten Paul Heller Liederabende mit Schuberts Winterreise in München und Leipzig. Seit dem Wintersemester 2010/11 studiert Ludwig Obst Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Hanno Müller-Brachmann und KS Prof. Bernd Riedel.

Marika Cecilia Riedl Marika Cecilia Riedl, Harfe: bekam im Alter von 6 Jahren ihren ersten Harfenunterricht bei Frau Tabitha Nicolas. Zum Wintersemester 2010/11 wechselte sie als Jungstudentin an die Hochschule für Musik und Theater München zu Frau Prof. Cristina Bianchi. Seit dem Herbstsemester 2014 studiert sie im Bachelor an der Zürcher Hochschule der Künste bei Frau Prof. Sarah O`Brien. 2013 absolvierte sie einen Meisterkurs bei Luisa Prandina, 2014 bei Prof. Isabelle Moretti, 2015 bei Emmanuel Ceysson und im Herbst 2016 bei Marie-Pierre Langlamet. Die Harfenistin ist mehrfache erste Preisträgerin bei Wettbewerben. So erreichte sie 2011 bei Jugend musiziert auf Regional-, Landes- und Bundesebene jeweils einen ersten Preis mit Höchstpunktzahl. Im März 2013 erspielte sie sich beim internationalen Franz-Josef-Reinl Wettbewerb als mit Abstand jüngste Teilnehmerin den zweiten Preis. Im Jahr 2015 war sie Finalistin der Petar Konjovic Competition (Serbien) und des internationalen Harfenwettbewerb der „Harp Academie“ (Deutschland). 2016 bekam sie beim ARD Musikwettbewerb in München einen Sonderpreis und gewann beim internationalen Harfenwettbewerb der Harp Association Slowenia den zweiten Preis. Ebenso wurde sie mit dem Kulturellen Förderpreis 2013 in der Sparte Musik der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet und 2015 mit dem Förderpreis des Lyceums Club Zürich. Die Mitglieder des RWV München kennen Frau Riedl bereits vom Jahresabschluss-Diner 2016, bei dem Sie wunderbare musikalische Akzente setzte.

Martin Summer Martin Summer, Bariton: war 1994 – 2000 Mitglied des Tölzer Knabenchores und hatte bereits in dieser Zeit zahlreiche Auftritte im In-und Ausland u.a bei den Salzburger Festspielen und als 2. Knabe in der Zauberflöte in Helsinki, Danach zunächst Privatunterricht bei Harald Stamm u. Peter Sefcik und Studium Gesang am Mozarteum Salzburg bei Barbara Bonney und Andreas Macco. Es folgten Meisterkurse bei Maris Skuja (Oper Graz), bei Peter Sefcik und Karola Theill in München, sowie 2012 Harald Stamm (Junge Musiker Stiftung Bayreuth). Martin Summer besitzt bereits erhebliche Bühnenerfahrung: Vater in Hänsel und Gretel, Baron Zeta in Die Lustige Witwe, Colline in La Bohème, Schloss Nymphenburg München, Figaro in Le nozze di Figaro (Mozarteum Salzburg), Gualtiero in Edgar von Puccini, Sagrestano in Tosca von Puccini, Gangster in Dark Waters von Ernst Krenek, Papageno in der Zauberflöte.

Amadeus Wiesensee Amadeus Wiesensee, Klavier: (*1993 in Würzburg) zählt zu den auf besondere Weise fesselnden Nachwuchspianisten. Mit acht Jahren wurde er Schüler von Prof. Thomas Böckheler am Richard-Strauss-Konservatorium in München, ab 2007 Jungstudent bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum Salzburg. Nach dessen Tod nahm er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Antti Siirala auf und wurde 2013 in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Elena Richter, John O'Conor, Robert Levin, Dimitri Bashkirov, Leon Fleisher, Matti Raekallio und auf Einladung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei Hélène Grimaud ergänzen seine Ausbildung. Besonders nachhaltige Impulse erhielt er von Alfred Brendel und Till Fellner wie auch aktuell von Elisabeth Leonskaja. Amadeus Wiesensee gewann bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben, u.a. beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, beim Karl Lang Wettbewerb, beim Schumann Wettbewerb Zwickau und beim Internationalen Klavierpodium München, wiederholt 1. Preise sowie Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen Ponto Stiftung. Mehrfach war er live in Rundfunksendern wie dem BR, WDR und dem SWR zu hören. Bereits als 12-Jähriger erhielt er den Sonderpreis des Münchner Rundfunkorchesters und führte für BR-Klassik das Klavierkonzert KV 491 von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Im Januar 2014 debütierte er mit dem Bayerischen Landesjugendorchester mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt in der Philharmonie in München, welches von BR-Klassik gesendet wurde. Als Solist spielte er u.a. mit dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie, den Heidelberger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bergischen Symphonikern, den Bad Reichenhaller Philharmonikern und dem Bayerischen Landesjugendorchester unter Dirigenten wie Dimitri Jurowski, Sebastian Tewinkel, Peter Kuhn, Michael Sanderling und Clemens Schuldt. Amadeus Wiesensees zweite große Leidenschaft neben dem Klavier gilt der Philosophie, der er auch in einem Parallelstudium an der Hochschule für Philosophie München bis Juli 2015 nachging und mit dem Bachelor of Arts und Bestnote abgeschlossen hat. Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnete den Pianisten 2009 mit einem Carl-Heinz Illies-Förderstipendium aus.

Yuri Hernández, Tenor: Geboren am 3. Juli 1978 in Holguin, Kuba. Obwohl noch kein ausgebildeter Sänger wurde er vom Lyrischen Theater Rodrigo Prats für die Aufführung einer kubanischen Operetta Lola Cruz von Ernesto Lecuona eingeladen. Als Student des Höheren Kunst-Instituts finden wir ihn in der Aufführung von „El Sueno de los Caballos“, einer Kammer-Oper von Norman Milanes. Im Mai 2001 interpretiert er die Neunte Symphonie von L.van Beethoven begleitet vom Nationalen Kubanischen Symphonieorchesters und gewinnt den Preis als Bester Künstler des Jahres. Im Jahr 2003 diplomiert er in Gesang am Höheren Kunst-Institut seiner Stadt. Im Alter von 26 Jahren, singt er seine erste komplette Oper „La Bohème“ von G. Puccini, im Teatro Lýrico Nacional de Cuba. Im Juli 2007 nimmt er am 26. Internationalen Gesang-Wettbewerb Hans Gabor Belvedere in Wien teil, wo er unter 161 Teilnehmern aus aller Welt als einziger Latino ins Finale der letzten 16 kommt. Für die Opern-Saisonen 2008-2010 wird er am Landestheater Linz engagiert. Im November 2013 debütiert er als Erik in der Oper "Der Fliegende Holländer" im Teatro Nacional de Kuba. Es ist die erste komplette szenische Realisierung einer Wagneroper in Kuba überhaupt. 2016 kommt es zu einer weiteren Wagner-Erstaufführung in Kuba. Im Gran Teatro wird als historisches Ereignis die Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner aufgeführt. (Regie: Andreas Baesler). Yuri singt die Hauptrolle des „Tannhäuser“ in allen Aufführungen.

Laura Incko, Sopran: Bereits zweimal hat sie beim Richard Wagner Verband im Rahmen von Jahresabschlussfeiern gesungen. Mit den wunderbaren Damenduetten, aus Lakmé, der Barcarole aus „Hoffmans Erzählungen“ sowie mit dem „Abendsegen“ von Humperdinck gewann sie die Herzen. Laura Incko ist eine Münchnerin und konnte schon im frühen Kindesalter erste Erfahrungen im Bereich Gesang sammeln, Sie war Mitglied bei den Münchner Chormädchen und der Bayerischen Singakademie. Mit 15 Jahren begann sie mit ihrer professionellen Gesangsausbildung bei einem Bassbariton der Staatsoper, dann in Augsburg am Leopold-Mozart- Zentrum, im Oktober 2014 wechselte sie ans Mozarteum nach Salzburg. Beim Isny Opern Festival hat Laura Incko ihre ersten Gesangspartien übernommen, im „Schlauen Füchslein“, dann den Stephano in Charles Gounod´s Oper „Romeo et Juliette“. Weitere Rollen sang sie in „L´enfant et les sortileges“ von Maurice Ravel. Neben dem Operngesang hegt die junge Sopranistin eine große Vorliebe für den Liedgesang und Oratorien. Derzeit ist sie Mitglied der Liedklasse Helmut Deutsch am Mozarteum in Salzburg. Laura nahm 2015 am renommierten Richard Strauss Wettbewerb teil und gewann den zweiten Preis. Im kommenden Juni wird Laura ihr Debüt in Gluck´s, „Orfeo ed Euridice“, als Amor, in der Kölner Philharmonie, zusammen mit der Hofkapelle München geben.

Clemens Joswig, Bariton: geboren in Ottobrunn bei München, war er früh im Kirchenchor St. Magdalena zu hören, den seine Mutter - die Kirchenmusikerin Margareta Joswig – leitet. Man stellte sehr bald fest, dass Talent sich mit einer wunderbaren Stimme trifft, sodass Clemens an der Musikhochschule in München mit seiner sängerischen Ausbildung begann. Seine Professoren waren unter anderem Hartmut Elbert, Frau Prof. Marilyn Schmiege sowie Frau Prof. Ingrid Kaiserfeld. Bei bemerkenswerten Aufführungen der Hochschule in München hat Clemens Joswig in tollen Rollen geglänzt, so zum Beispiel in der „Opernprobe“ von Lortzing, als Sir Falstaff in den „Lustigen Weibern von Windsor“. Bei der Kammeroper in Nymphenburg sang er im letzten Jahr in “Kaspar Hauser” und in diesem Jahr in „La finta Seplice”, einer frühen Oper von Mozart, die auch heuer Ende Dezember im Cuvilliéstheater gezeigt wurde. Bei der jungen Kammeroper auf Schloss Weikersheim sang er den Figaro, in „Figaros Hochzeit“ von Mozart. Natürlich lässt es sich Clemens Joswig nicht nehmen, in seiner Heimatgemeinde Ottobrunn, bei Kirchenkonzerten solistisch aufzutreten.

Yamile Cruz Montero, Klavier: Die kubanische Pianistin ist Absolventin des Masterstudiengangs Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Adrian Oetiker (2014). Neben dem klassischem Repertoire Europas widmet sie sich besonders der Moderne unter den lateinamerikanischen Komponisten. In diesem Spannungsfeld eröffnet sie ihrem Publikum unbekannte, rhythmisch mitreißende Klangwelten und Kontraste. 1985 in Havanna geboren, absolvierte sie zunächst das Konservatorium Amadeo Roldán und dann die Kunsthochschule ISA, wo sie im Juni 2009 ihr Diplom mit höchster Auszeichnung erhielt. Während der Studienzeit unterrichtete sie am Konservatorium Guillermo Tomás. Als Solistin debütierte sie mit 15 Jahren in Havanna, später machte sich in allen renommierten Konzertsälen Kubas einen Namen. Mit Auftritten in Uruguay begann ihre internationale Karriere, die sie bald auch nach Costa Rica und Venezuela und schließlich nach Europa führte. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben. Eine erste Kostprobe ihres Könnens konnten Sie als Mitglieder bei Ihrem Konzert auf der Verbandsfahrt nach Bayreuth am 14.11.2014 im Kammermusiksaal des Steingräberhauses hören.